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    Inklusives Theater

Neues Stück 2023

"Land unter"

Ein inklusives Theaterstück über das Klima für Kinder ab 6 Jahren

Für die Tiere am Waldrand ist nichts mehr wie es war. Mal regnet es ohne Pause und allen steht das Wasser bis zum Hals und dann regnet es monatelang gar nicht und alle Pflanzen und Beeren vertrocknen. Auch die leckeren Brombeeren, die Peggy Ente so liebt, sind ungenießbar. Die kleinen und großen Tiere sind ratlos. Selbst der Wissenschaftler und seine Assistentin kommen ins Grübeln. Was tun, wenn die Natur verrückt spielt? 
Da hilft nur noch, zusammenhalten und umdenken!
 

Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es weitere Termine 2024 in der Tufa Trier (Kleiner Saal):

Eintritt 10€ // 12€ im Vorverkauf bei Ticket Regional

Abendkasse 12€ // 14€

 

Eindrücke aus den Proben

"Land unter"

Nach fast dreijähriger Corona-Zwangspause steht das Ensemble wieder gemeinsam auf der Bühne. Wenn auch mit teilweise neuen Mitgliedern aber immer noch mit der ungebrochenen Freude am Theaterspielen. Ein Besuch der Probe am 28. September 2023 in der TUFA Trier.

Regen, Regen, nichts als Regen – und dann plötzlich eine lange Dürre. Hochaktuelle Themen, die wir aus den Nachrichten kennen und deren Auswirkungen wir vielleicht am eigenen Leib gespürt haben, bilden die Grundlage für das neue Stück vom com.guck Theater. In „Land unter“ zeigen die Schauspieler*innen, wie das verrücktspielende Wetter den Tieren am Waldrand das Leben erschwert. Ente, Fuchs, Feuerwehrameise und viele andere müssen Lösungen finden, mit den Veränderungen umzugehen und sich damit zu arrangieren. Das Stück über das Klima ist für Kinder ab 6 Jahren, aber auch definitiv für Erwachsene sehenswert. Es handelt sich um die Fortsetzung des Stücks „In einem unbekannten Land“, das 2019 aufgeführt wurde.

Andreas wird von der Lebenshilfe Trier begleitet und ist bereits seit über 15 Jahren in seiner Freizeit Teil des Ensembles. Und das voller Stolz. Seit 2000 gibt es bereits das com.guck Theater. Vorher trat die Gruppe als Projekt 54 auf. Viele Stücke brachte das sich immer wieder verändernde Ensemble seitdem auf die Bühne, einige mit Preisen gekürt. Die Themen und Texte stammen dabei immer von den Schauspieler*innen selbst. Dinge, die sie in ihrem alltäglichen Leben beschäftigen werden mit Unterstützung von Fachleuten erst zu Papier und dann auf die Bühne gebracht. Monika Kukawka, Regisseurin und Leiterin des Theaterprojektes erläutert den Themenfindungsprozess: „Die Ideen werden gemeinsam in der Gruppe ausdiskutiert und dann als Thema gemeinsam beschlossen. Alles ist ein Prozess. Die Rollenverteilung ergibt sich dabei automatisch. Jeder bringt sich mit dem ein, was er gut kann und gerne macht. So fügt sich alles zusammen. Den roten Faden gibt es dann oft erst später.“.

Für Andreas und seine Kollegin Steffi, die erst im letzten Jahr Oktober zu der Gruppe kam, ist auch das Zusammenspiel von den Ensemblemitgliedern mit und ohne Beeinträchtigung wichtig. „Ich bin stolz, dass ich zeigen kann, was ich drauf habe“, strahlt Andreas. Auch nach vielen Jahren Erfahrung auf der Bühne ist er immer noch aufgeregt, vor allem vor der Premiere: „Aber da habe ich einen Trick. Ich setze mich in meinem Kostüm alleine an einen ruhigen Ort und meditiere“. Wichtig ist natürlich, dass der Text sicher sitzt. Aber das, so sagt er, bekommt man hin. Man müsse sich nur ein bisschen anstrengen.

Der kurze Einblick in die Proben ist vielversprechend, so dass dem Theater auch diesmal wieder der Erfolg seiner Arbeit durch begeisterten Applaus vom Publikum sicher sein wird.

Wer wissen will, in welche brenzligen Situationen die Tiere am Waldrand geraten, und wie sie sich daraus befreien, sollte sich das Stück unbedingt anschauen. Premiere ist am Freitag, den 20. Oktober 2023. Weitere Vorstellungen gibt es am 21. und 22. Oktober 2023. Aber Vorsicht: Neben vielen lustigen Momenten zu der ernsten Thematik besteht auch Ohrwurmpotential. In dem Stück werden selbst geschriebene Lieder gesungen und von einem Gitarristen und einem Saxophonisten begleitet.

Tickets sind ab sofort bei Ticket regional (12 €, ermäßigt 10 €) oder bei Verfügbarkeit an der Abendkasse (14 € bzw. 12 €) erhältlich.

com.guck:

Wir brennen fürs Theater

Die Schauspieler*innen des inklusiven Theater com.guck thematisieren aktuelle Themen. Das Ensemble besteht momentan aus 11 Schauspieler*innen. Geprobt wird einmal pro Woche.

Der Name com.guck ist nicht nur eine Anspielung auf das Internet, sondern auch der Hinweis auf Compania, Companeros, eine Theaterkompanie. Und genau als solche sieht die Gruppe sich.

Das Theater wird gefördert von einer Trägerschaft der Lebenshilfe Trier e. V. (Stiftung Lebenshilfe Trier) und den Lebenshilfe-Werken Trier.

Die Fangemeinde ist groß und verzeichnet auch prominente Mitglieder. Guildo Horn hat die Gruppe eingeladen, bei seinem Weihnachtskonzert 2011 als Walking Act aufzutreten. Für einige der Schauspieler ging es sogar bereits auf die Kinoleinwand. Sie sind Hauptdarsteller im Kinospot der Lebenshilfe Trier, der im Frühjahr und Herbst 2012 in allen Trierer Kinosälen zu sehen war.

Mit ihrem Stück „Love“ hat die damals noch unter dem Namen „Projekt 54“ bekannte Gruppe 2003 den Preis für Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen vom damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck erhalten.

Zu den Engagements gehören auch Eröffnungsprogramme für Tagungen oder das Aufführen von kleineren Szenen zwischen den Vorträgen. Außerdem bietet die Gruppe Theaterworkshops an.

Kontakt

Moni Kukawka
Regie

com.guck@gmx.de

Rückblick 2020

"In einem unbekannten Land"

Ein inklusives Theaterstück für Kinder ab 6 Jahren

Auf der Wiese am Waldrand ist mächtig was los.

Viele Wiesenbewohner leiden plötzlich unter Bauchschmerzen und Schwindel. Haben sie vielleicht etwas Falsches gegessen oder einfach nur zu viel? Immer mehr Verwandte und Freunde ziehen weg vom Waldrand und im Bienenstock kommen die fleißigen Helferinnen und Helfer kaum hinterher, so hungrig sind die Larven und viel zu wenig Personal ist da. Da wäre Hilfe von außen wirklich praktisch, aber kann man einfach Fremde in den Bienenstock lassen? Und ausgerechnet am kommenden Samstag soll das große Frühlingsfest stattfinden und Frau Libelle möchte ihre neuen Lieder vortragen, für die sie schon so lange übt. Alle sollen zu ihrem Auftritt kommen, um gemeinsam zu feiern. Allerdings ist im Moment kaum jemandem zum Feiern zumute.

Was bei den kleinen Krabbeltieren los ist, bekommt der Bauer Beier natürlich nicht mit. Er kann Insekten sowieso nicht leiden und ist immerzu damit beschäftigt, die Viecher zu vertreiben. Seine lustige Nachbarin Coby hat alle Mühe ihm zu erklären, warum Insekten wichtig sind und seine Zwetschgenbäume keine Früchte tragen…

Eine Geschichte über den Lauf der Natur, Insekten, Freundschaft, Toleranz und Respekt.

 Musik: Christoph Haupers

Termine in der Tufa Trier:

  • Fr, 31.01.2020 - 18.00 Uhr
  • Sa, 01.02.2020 - 16.00 Uhr   
  • So, 02.02.2020 - 11.00 Uhr 
  • So, 02.02.2020 - 16.00 Uhr 

Weitere Termine werden noch bekannt gegeben.

Video:

Blick hinter die Kulissen


Bereits vor der Premiere von "In einem unbekannten Land" durfte das inklusive Medienteam der Lebenshilfe Trier einen Blick hinter die Kulissen werfen. Reporter Patrick Loppnow hat Regisseurin Monika Kukawka und einige der Schauspielerinnen und Schauspieler interviewt.

Theaterkritik:

Total unterschiedlich und doch ein tolles Team

Was das Besondere an com.guck ist? Das sind zweifelsohne die Schauspielerinnen und Schauspieler. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Die meisten sind geistig beeinträchtigt, einige auch körperlich, andere gar nicht. Jeder bringt seine ganz eigenen Fähigkeiten mit – was den einen leichtfällt, fällt den anderen schwer und umgekehrt.

Doch auf der Bühne sind alle gleich: Jeder beherrscht seinen Text. Jeder kennt seinen Einsatz. Jeder findet sich perfekt in die eigene Rolle ein. Und trotz der vielen Unterschiede ergibt sich am Ende ein harmonisches Ganzes.

Für das große Ganze ist sie verantwortlich: Moni Kukawka. Die Regisseurin sorgt – gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Schauspielern – dafür, dass jeder eine Rolle findet, in die er die eigenen Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit optimal einbringen kann. Und das gelingt auch im neuen Stück „In einem unbekannten Land“, wieder perfekt. In ständigem Wechsel zwischen Insekten- und Menschenwelt geht um den Respekt vor der Natur, aber auch um den Respekt voreinander. Jede Rolle sitzt. Jede Rolle überzeugt. Sei es der grummelige Bauer Beier, der gerne mit Gift sprüht, (ausdrucksstark, auch ohne viel Text: Klaus Schorn), der blinde Maulwurf, dem seine Einsamkeit zu schaffen macht (Horst Ewen, auch in Wirklichkeit blind), der spanische Flamenco tanzende Wurm (mit viel Charme: Thomas Stoll) oder das pummelige Glühwürmchen, das sich nach der großen Liebe sehnt (Andreas Birkel) – um nur einige zu nennen. Eine Hauptrolle gibt es nicht. Jeder ist gleich wichtig für das Stück. Allerdings gibt jemand immer wieder den Ton an: Der 11-jährige Matteo Wilbert (starke Präsenz!) mimt den Ameisenchef. Der ist zwar mit Abstand der Kleinste auf der Bühne, dafür jedoch umso selbstbewusster.

 

 

Unterstrichen werden die ganz unterschiedlichen Charaktere des Stücks neben den tollen Kostümen (Nadine Strasser) auch musikalisch hervorragend: Jeder hat seine ganz eigene Melodie (Gitarre: Christoph Haupers). Auch gemeinsame Musik- und Tanzeinlagen sorgen immer wieder für gute Stimmung – sowohl bei den Insekten auf der Bühne als auch beim jungen Publikum, das immer wieder in das Stück miteinbezogen wird.

Com.guck gelingt mit seinem ersten Kinderstück eine liebevoll und kindgerecht erzählte, lehrreiche Geschichte voller spannender Charaktere, der es auch an Überzeugungskraft und Humor nicht fehlt. Trotz inklusiver Besetzung steht die inklusive Truppe anderen Theatergruppen in nichts nach. Und ist dennoch etwas ganz Besonderes.

Katrin Feichtner
Inklusives Medienteam der Lebenshilfe Trier

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