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    Inklusives Theater

Neues Stück 2020

"In einem unbekannten Land"

Ein inklusives Theaterstück für Kinder ab 6 Jahren

Auf der Wiese am Waldrand ist mächtig was los.

Viele Wiesenbewohner leiden plötzlich unter Bauchschmerzen und Schwindel. Haben sie vielleicht etwas Falsches gegessen oder einfach nur zu viel? Immer mehr Verwandte und Freunde ziehen weg vom Waldrand und im Bienenstock kommen die fleißigen Helferinnen und Helfer kaum hinterher, so hungrig sind die Larven und viel zu wenig Personal ist da. Da wäre Hilfe von außen wirklich praktisch, aber kann man einfach Fremde in den Bienenstock lassen? Und ausgerechnet am kommenden Samstag soll das große Frühlingsfest stattfinden und Frau Libelle möchte ihre neuen Lieder vortragen, für die sie schon so lange übt. Alle sollen zu ihrem Auftritt kommen, um gemeinsam zu feiern. Allerdings ist im Moment kaum jemandem zum Feiern zumute.

Was bei den kleinen Krabbeltieren los ist, bekommt der Bauer Beier natürlich nicht mit. Er kann Insekten sowieso nicht leiden und ist immerzu damit beschäftigt, die Viecher zu vertreiben. Seine lustige Nachbarin Coby hat alle Mühe ihm zu erklären, warum Insekten wichtig sind und seine Zwetschgenbäume keine Früchte tragen…

Eine Geschichte über den Lauf der Natur, Insekten, Freundschaft, Toleranz und Respekt.

 Musik: Christoph Haupers

Termine in der Tufa Trier:

  • Fr, 31.01.2020 - 18.00 Uhr
  • Sa, 01.02.2020 - 16.00 Uhr   
  • So, 02.02.2020 - 11.00 Uhr 
  • So, 02.02.2020 - 16.00 Uhr 

Weitere Termine werden noch bekannt gegeben.

Video:

Blick hinter die Kulissen


Bereits vor der Premiere von "In einem unbekannten Land" durfte das inklusive Medienteam der Lebenshilfe Trier einen Blick hinter die Kulissen werfen. Reporter Patrick Loppnow hat Regisseurin Monika Kukawka und einige der Schauspielerinnen und Schauspieler interviewt.

Theaterkritik:

Total unterschiedlich und doch ein tolles Team

Was das Besondere an com.guck ist? Das sind zweifelsohne die Schauspielerinnen und Schauspieler. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Die meisten sind geistig beeinträchtigt, einige auch körperlich, andere gar nicht. Jeder bringt seine ganz eigenen Fähigkeiten mit – was den einen leichtfällt, fällt den anderen schwer und umgekehrt.

Doch auf der Bühne sind alle gleich: Jeder beherrscht seinen Text. Jeder kennt seinen Einsatz. Jeder findet sich perfekt in die eigene Rolle ein. Und trotz der vielen Unterschiede ergibt sich am Ende ein harmonisches Ganzes.

Für das große Ganze ist sie verantwortlich: Moni Kukawka. Die Regisseurin sorgt – gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Schauspielern – dafür, dass jeder eine Rolle findet, in die er die eigenen Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit optimal einbringen kann. Und das gelingt auch im neuen Stück „In einem unbekannten Land“, wieder perfekt. In ständigem Wechsel zwischen Insekten- und Menschenwelt geht um den Respekt vor der Natur, aber auch um den Respekt voreinander. Jede Rolle sitzt. Jede Rolle überzeugt. Sei es der grummelige Bauer Beier, der gerne mit Gift sprüht, (ausdrucksstark, auch ohne viel Text: Klaus Schorn), der blinde Maulwurf, dem seine Einsamkeit zu schaffen macht (Horst Ewen, auch in Wirklichkeit blind), der spanische Flamenco tanzende Wurm (mit viel Charme: Thomas Stoll) oder das pummelige Glühwürmchen, das sich nach der großen Liebe sehnt (Andreas Birkel) – um nur einige zu nennen. Eine Hauptrolle gibt es nicht. Jeder ist gleich wichtig für das Stück. Allerdings gibt jemand immer wieder den Ton an: Der 11-jährige Matteo Wilbert (starke Präsenz!) mimt den Ameisenchef. Der ist zwar mit Abstand der Kleinste auf der Bühne, dafür jedoch umso selbstbewusster.

 

 

Unterstrichen werden die ganz unterschiedlichen Charaktere des Stücks neben den tollen Kostümen (Nadine Strasser) auch musikalisch hervorragend: Jeder hat seine ganz eigene Melodie (Gitarre: Christoph Haupers). Auch gemeinsame Musik- und Tanzeinlagen sorgen immer wieder für gute Stimmung – sowohl bei den Insekten auf der Bühne als auch beim jungen Publikum, das immer wieder in das Stück miteinbezogen wird.

Com.guck gelingt mit seinem ersten Kinderstück eine liebevoll und kindgerecht erzählte, lehrreiche Geschichte voller spannender Charaktere, der es auch an Überzeugungskraft und Humor nicht fehlt. Trotz inklusiver Besetzung steht die inklusive Truppe anderen Theatergruppen in nichts nach. Und ist dennoch etwas ganz Besonderes.

Katrin Feichtner
Inklusives Medienteam der Lebenshilfe Trier

com.guck:

Wir brennen fürs Theater

Die Schauspieler des inklusiven Theater com.guck thematisieren aktuelle Themen. Das Ensemble besteht momentan aus 15 Schauspielern von denen zehn eine Behinderung haben. Geprobt wird einmal pro Woche.

Der Name com.guck ist nicht nur eine Anspielung auf das Internet, sondern auch der Hinweis auf Compania, Companeros, eine Theaterkompanie. Und genau als solche sieht die Gruppe sich.

Das Theater wird gefördert von einer Trägerschaft der Lebenshilfen Trier, Trier-Saarburg und den Lebenshilfe-Werken Trier.

Die Fangemeinde ist bereits groß und verzeichnet auch prominente Mitglieder. Guildo Horn hat die Gruppe eingeladen, bei seinem Weihnachtskonzert 2011 als Walking Act aufzutreten. Für einige der Schauspieler ging es sogar bereits auf die Kinoleinwand. Sie sind Hauptdarsteller im Kinospot der Lebenshilfe Trier, der im Frühjahr und Herbst 2012 in allen Trierer Kinosälen zu sehen war.

Mit ihrem Stück „Love“ hat die damals noch unter dem Namen „Projekt 54“ bekannte Gruppe 2003 den Preis für Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen vom damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck erhalten.

Zu den Engagements gehören auch Eröffnungsprogramme für Tagungen oder das Aufführen von kleineren Szenen zwischen den Vorträgen. Außerdem bietet die Gruppe Theaterworkshops an.

Kontakt

Geia Cartellieri
Management, Regieassistentin und Schauspielerin
Moni Kukawka
Regie

com.guck@gmx.de

 

 

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