07.03.2013

Die Zauberflöte

3. Probentag

Die Sonne scheint, alle tummeln sich auf dem Spielplatz. Doch wie immer beginnt halb 2 die Probe. Die Maler, welche Papageno ihre Bilder im Stück verkaufen werden, proben zum ersten Mal ihren Auftritt.
In der Turnhalle herrscht ein lautes Gebrummel und munteres Toben. Jean Pierre steht in der Mitte, er geht nicht darauf ein, lässt sie reden, schreien, rumlaufen. Er erklärt ganz ruhig, was zu tun ist. Zuerst schaut er die Bilder an, bewundert diese, lobt die Kinder. Die Mehrheit der Schüler freut sich darüber und fängt an interessiert zu zuschauen und passt auf was der Regisseur sagt. Dieser legt die Bilder in der Turnhalle aus, sagt „Christine, dein Bild lege ich hier her. Merk dir das.“ Christine schaut zu. Als alle Bilder auf dem Boden angeordnet sind und alle Schüler wissen wo ihr Bild liegt, ordnet J.P. die Schüler in einer Reihe. Er sagt ihnen, dass sie losgehen müssen, wenn er winkt, die Bilder nehmen und zu ihm bringen müssen. Einmal, zweimal, langsam bekommt die Szene eine Gestalt. Alle Kinder machen mit, einige gehen schneller, einige werden unterstützt. Selbst die unruhigen Kinder sind immer mehr dabei, es wird merklich ruhiger, leiser, konzentrierter. Dazwischen sind kurze Pausen. Am Ende läuft die Szene sogar mit einer kleinen Soloeinlage. Zum Abschluss wird eine Videoaufnahme der Szene gemeinsam geschaut. Die Skepsis vom Anfang ist verschwunden.
 
Die Bühnenbauer können endlich bauen! Endlich können sie die Styroporquader im Theater abholen, die zu verkleiden sind. Heute werden sie ihrer alten Haut entledigt, nächste Woche dann, müssen die Quader verspachtelt werden.
Die Werbetruppe, schreibt Briefe an andere Schulen, verteilt die Plakate, probiert das Promotion-Shirt an und nimmt die ersten Kartenbestellungen für die Aufführung entgegen.
Und bei den Musikern? Die Xylofongruppe beginnt mit ihrer ersten Probe, der Chor übt weiter; “Es klinget so herrlich, es klinget so schön“.